Jaguar XJ 40: Tradition und Moderne in den Achtzigern

Ende der Achtziger bis 1994 verkaufte ein britisches Traditionshaus mit dem Jaguar XJ 40 ein modernes Modell mit technischen Lösungen, die für die damalige Zeit sehr progressiv waren.

Der Jaguar XJ 40 ist das klassische englische Luxusauto, das man auf den ersten Blick erkennt. Es hat lange gedauert, bis das Modell zum Bau zugelassen wurde – nicht etwa wegen behördlicher Einwände, sondern weil beim Hersteller Tradition groß geschrieben wird und der Wagen doch einige Neuerungen im Herstellungsprozess und im Design einführte.

Eine der Traditionen, welche das Mutterhaus hochhält, ist die große Anzahl handwerklich gefertigter Teile. Armaturen aus Holz und Metall sowie Lederpolster blieben auch im Jaguar XJ 40 erhalten. Zum ersten Mal wurden im Spitzenmodell ab 1986 die bekannten Doppelscheinwerfer durch eine viereckige Scheibe abgelöst, die sogenannten Breitbandscheinwerfer; diese Neuerung galt allerdings nicht für die etwas günstigeren Ausführungen. Für die damalige Zeit sehr modern waren die digitalen Anzeigen. Allerdings waren sie auch störungsanfällig; deshalb, und weil die digitalen Ziffern auch nicht mehr unbedingt modisch waren, wurden die Armaturen wieder im klassischen, runden Stil verkauft. Ab 1993 war ein besonders vornehmes Modell erhältlich, bei dem man unter speziellen Holzsorten und Lackierungen wählen konnte. Auch wurden bei diesem Modell alle Armaturteile mit echtem Leder überzogen. Die Modelle wurden mit 6-Zylinder-Motoren ausgeliefert, weil während der Entwicklungsphase in den frühen achtziger Jahren auch in der Oberklasse Benzinsparen en vogue war. Doch die Kunden wollten sich die beliebten Zwölfzylindermotoren nicht nehmen lassen, sodass schließlich ab 1993 ein Zwölfzylinder-Jaguar auf der Basis des XJ 40 auf den Markt kam. Dafür hatte der Motorraum komplett überarbeitet werden müssen.

Die Mutterfirma war 1922 gegründet worden – und produzierte erstmal nur Beiwagen für Motorräder. Später kamen auch Limousinen und Sportwagen hinzu. In der Nachkriegszeit machte sich Jaguar einen Namen mit kräftigen Luxusautos und einer markanten Linienführung. 1971 wurde das erste Auto mit Zwölfzylindermotor verkauft. Der Antrieb war eigentlich für den Rennsport entwickelt worden, erfreute sich aber bei den Käufern der Luxuslimousinen großer Beliebtheit.