Man kann Alufelgen auch selber reparieren, wenn es sich bei den Schäden um kleine Kratzer oder Dellen handelt. Risse sind in jedem Fall vom Fachmann zu beheben oder man tauscht die Felge einfach aus.
Felgen sind so alt, wie das Rad selbst. Als Felge bezeichnet man das eigentliche Rad ohne die Reifen. Sie werden entweder aus gewalztem Stahl hergestellt oder aus Leichtmetall gegossen. Stahlfelgen sind in der Regel strapazierfähiger als Leichtmetallfelgen, sehen aber nicht so attraktiv aus. Außerdem sind sie preisgünstiger gegenüber den leichteren Leichtmetallfelgen. Bei Nutzfahrzeugen greift man zu den sehr stabilen Stahlgussfelgen, bei Motorrädern gibt es heute bereits Felgen aus Carbon. Leichtmetallfelgen werden überwiegend aus einer Aluminium-Legierung gefertigt, seltener aus einer Magnesium-Legierung. Deshalb nennt man sie auch umgangssprachlich Alu-Felgen. Sie sind nicht besser oder schlechter als die Felgen aus Stahl, doch erfreuen sie sich immer größerer Beliebtheit in der Tuning-Szene. Einige werden mit einer Chromoberfläche angeboten, andere in der Farbe des jeweiligen Autos.
Problematisch bei Alufelgen ist die Widerstandsfähigkeit. Besonders Streusalz im Winter und Sand oder Split machen der Oberfläche von Alufelgen zu schaffen. Das eindringende Wasser sorgt für eine stärkere Korrosion. Die Hersteller versuchen seit Jahren diese Schwäche zu bekämpfen und bieten spezielle Winter-Alufelgen an, die über eine größere Stoß-, Schlag- und Kratzfestigkeit des Lacks verfügen. Aber dennoch kommt es häufig vor, dass Alufelgen beschädigt werden. Diese Beschädigung ist je nach Schweregrad, mehr oder weniger gut zu reparieren. Am einfachsten funktioniert eine Reparatur bei mehrteiligen Felgen, bei denen man die Einzelteile austauschen kann. Nur sollte man bei einer Reparatur der Felgen nicht vergessen, die Felgenschrauben zu erneuern, da sie einmal entfernt nicht wieder verwendet werden dürfen. Einteilige Alufelgen können nur oberflächlich repariert werden, in dem man den Lack ausbessert. Stark beschädigte Felgen sollte man auf jeden Fall komplett austauschen. Es gibt für die Ausbesserung von Felgen spezielle Reparatur-Sets für Alufelgen.
Jedes Jahr im Frühjahr wechseln die meisten Autofahrer von Winterreifen auf Sommerreifen. Das ist in der Regel die günstigste Zeit die eigenen Alufelgen auszutauschen oder zu reparieren. Dazu muss als erstes der Reifen von der Felge genommen werden. Als Nächstes bearbeitet man die Kratzer vorsichtig mit einer Schleifmaschine, bis diese nicht mehr zu sehen sind. Dadurch wird die Oberfläche der Felge wieder vollkommen glatt. Die geschliffenen Stellen sollten am besten mit etwas Klarlack behandelt werden, um zu verhindern, dass sie schnell wieder Beschädigungen aufweisen. Nun kann man den Reifen wieder auf die Felge ziehen und zum Schluss muss das Rad unbedingt wieder ausgewuchtet werden, damit die Räder gleichmäßig laufen. Größere Kratzer oder gar Risse sollten unbedingt von einem Fachmann begutachtet werden. Dieser kann dann mit Sicherheit sagen, ob eine Reparatur noch möglich oder lieber an einen Austausch zu denken ist. Risse gehen meist tief in das Material und können so die Stabilität der Felge gefährden. Das altbekannte Schweißen, wie man es bei Stahlfelgen oft sieht, ist bei Alu-Felgen nicht geeignet, da die Naht die Funktion der Felge beeinträchtigen kann. Nimmt man die Beschädigungen an seiner Felge nicht ernst, kann es zu einem Bruch der Felge mit verheerenden Auswirkungen kommen. Bei starker Beschädigung ist die Alu-Felge stets auszuwechseln.
04. August