Informationen über die Blitzlicht Haarentfernung

Aus dem medizinischen Bereich der ästhetischen Dermatologie entstand die Intense Pulsed Light-Methode auch IPL genannt, um unerwünschte Haare an verschiedenen Körperpartien dauerhaft zu entfernen.

Haare sind an allen Hautstellen des menschlichen Körpers vorhanden. Die Ausnahmen sind die Handflächen, die Fußsohlen sowie bestimmte Stellen des Intimbereiches. Bei jedem Menschen kann die Körperbehaarung unterschiedlich ausfallen. Unerwünschte Haare oder störende Haare können durch das Blitzlicht entfernt werden.

Die Körperpartien, wie zum Beispiel Arme, Achseln, Beine, Kinn, Oberlippe oder Bikinizone, können mit der Blitzlicht Haarentfernung behandelt werden. Körperpartien, die Schleimhäute aufweisen, wie zum Beispiel die Intimbereiche, dürfen in keinem Fall mit dem Blitzlicht in Berührung kommen. Die Haarentfernung mittels IPL erfolgt durch eine hochenergetische Xenonlichtquelle. Diese Xenonlichtquelle wird umgangssprachlich auch Blitzlampe genannt. Durch den Einsatz eines Filters wird diese Lichtquelle auf einen Wellenlängenbereich von 640 bis 950 nm eingestellt. Diese Einstellung bewirkt, dass der Haarfarbstoff Melanin heiß wird. Das Gewebe, wie Wasser und Blut bleiben hiervon unberührt. Die Haarwurzel wird durch mehrere Pulse hautschonend verödet. Zudem besitzt das IPL-Gerät eine Hautkühlung. Das Vorhandensein des Haarfarbstoffes Melanin ist eine Grundvoraussetzung für eine dauerhafte Haarentfernung. Dies bedeutet, dass nur Haare mit genügend Haarfarbstoff dauerhaft entfernt werden können. Hier gilt, je dunkler die Haare, desto besser ist das Ergebnis. Durch den Haarfarbstoff Melanin wird die Lichtstrahlung absorbiert und zum Follikel weitergeleitet. Somit entsteht die bekannte Verödung. Weiße oder blonde Haare verfügen nicht über genug Melanin und sind nicht für die Blitzlicht-Methode geeignet. Ebenso sind dunkle Hauttypen oder von der Sonne bzw. Solarium gebräunte Hauttypen nicht für die Blitzlicht-Methode geeignet. Menschen mit Hautkrankheiten, wie zum Beispiel Herpes, Akne oder Neurodermitis sollten grundsätzlich auf die Blitzlicht-Methode verzichten. Durch die Einwirkung des Lichtes können diese Hautkrankheiten verstärkt werden. Die besten Ergebnisse werden auf heller Haut mit dunklen Haaren erzielt. Einzelne Haare oder auch größere Hautpartien können mit der Blitzlampe behandelt werden.

Das IPL-System wird in der Regel in Hautarztpraxen oder bei speziell ausgebildeten Kosmetikerinnen angeboten. Die Methode ist schmerzfrei und frei von Nebenwirkungen. Eine Betäubung der betreffenden Hautpartie ist nicht nötig. Eventuell kann nach einer Behandlung eine leichte Rötung auf der behandelten Hautpartie auftreten. Diese Rötung klingt nach ein paar Stunden von alleine ab. Unterstützend kann die betroffene Stelle mit Coolpacks gekühlt werden.

Eine weitere wichtige Voraussetzung für das Erzielen von guten Ergebnissen ist der Zyklus des Haarwachstums. Nach diesem Zyklus richtet sich die Dauer der Anwendung, denn Haarfollikel können nur verödet werden, wenn sich diese in der Wachstumsphase befinden. Aus diesem Grund sind mehrere Sitzungen nötig. Je nach Körperpartie können vier bis zwölf Wiederholungsbehandlungen anfallen, bis alle Haarfollikel vollständig verödet sind.