Gold hat eine lange Geschichte. Es gehört zu den ersten Metallen, die vom Menschen verarbeitet wurden. Das Metall verfügt über eine Reihe von Eigenschaften und wird in verschiedenen Bereichen eingesetzt.
Bereits frühe Kulturen bauten Gold ab und verwendeten es, um rituelle Gegenstände herzustellen. Der Abbau begann wahrscheinlich in der Kupferzeit. Gold lässt sich leicht mit anderen Metallen legieren und verfügt über einen relativ niedrigen Schmelzpunkt. Dies sind Gründe, die das Metall so beliebt gemacht haben. Darüber hinaus ist Gold das Metall, das Elektrizität am besten leitet. Deshalb wird dieser Rohstoff in beschränktem Maße in der Elektrotechnik verwendet. Die frühesten Gegenstände, die aus Gold hergestellt wurden, datieren auf das Jahr 4.500 v. Chr. In Europa lässt sich die Nutzung des Edelmetalls auf das Jahr 2.000 v. Chr. datieren. Gold wurde immer wieder zu einem Grund für Kriege und Eroberungszüge. Wenn Funde Abenteurer in die betreffenden Gebiete zogen, die ihrerseits Gold abbauen wollten, so nannte man dies einen Goldrausch.
Der unter Umständen schwankende Goldpreis hat eine besonders große Auswirkung auf Gemeinden und Länder, die vom Goldabbau leben. Gold konnte an über 19.500 Fundorten nachgewiesen werden. Gold kommt in der Natur meist gediegen, also metallisch vor. Der Arbeitsaufwand besteht neben dem Abbau darin, das Gold aus dem Golderz herauszulösen. Aufgrund des derzeitigen Goldpreises und moderner Verarbeitungstechniken lohnt bereits der Abbau von Gestein, das nur ein Gramm Gold pro Tonne Geröll enthält. Goldklumpen im Gestein, sogenannte Nuggets, sind sehr selten. Das Gold ist oft in der Form kleinster Partikel im Geröll verteilt. Da Gold nur schwer löslich ist, werden verschiedene mechanische verfahren kombiniert, um das Gold aus dem Erz zu trennen. Es kommt auch oft vor, dass Gold bei der Raffination anderer Metalle als Nebenprodukt anfällt. Goldwaschen gehört zu einem der einfacheren Verfahren, Gold zu gewinnen. Bei diesem Verfahren wird die hohe Dichte des Metalls ausgenutzt. Bei einem Fluss, in dem Gold vermutet wird, wird der Sand mit Wasser gesiebt. Aufgrund der hohen Dichte setzt sich das Metall als Erstes am Boden ab und kann abgetrennt werden.
Gold dient in Form von Barrengold oder Goldmünzen als internationales Zahlungsmittel und wird von vielen Zentralbanken als Währungsreserve eingelagert. Der Reinheitsgrad von Gold wird in Karat angegeben. 24 Karat ist pures Gold oder Feingold. Oft wird Gold gerade für die Schmuckherstellung ein härteres Metall beigemischt, da sich pures Gold verformen kann. Die Goldvorkommen einer Zentralbank dienten dazu, den Wert ihrer Währungen abzudecken, aber das ist heute nicht mehr der Fall. Der Preis des Goldes wird seit dem 17. Jahrhundert auf dem offenen Markt bestimmt. Der Wert von Gold kann besonders in Krisenzeiten stark ansteigen, da Gold als sehr stabile Währung gilt und auch als "Fluchtwährung" bezeichnet wird. Wenn Unsicherheit an den Weltmärkten herrscht, steigt die Nachfrage nach Gold und damit der Goldpreis. Gold wird in US-Dollar gehandelt, ebenso wie Erdöl. Aus diesem Grund nehmen der Kurs des Dollars und der Preis des Erdöls Einfluss auf den Goldpreis.
24. September