Wer zu seinen Einkünften auch ausländische Dividenden zählt, muss bei seiner Steuererklärung einige Punkte beachten. Für Anleger ergeben sich bei Investitionen im Ausland jedoch auch immer wieder besondere Chancen.
Viele Anleger erhalten Dividendeneinkünfte nicht nur aus dem Inland, sondern zunehmend auch aus dem Ausland. Besonders Kleinanleger haben in der Vergangenheit lieber im Inland angelegt, sind aber wie alle anderen Investoren auch dazu übergegangen, ihre Renditeziele mit ausländischen Unternehmen zu erreichen. Vielen ist dabei allerdings nicht bewusst, dass ausländische Dividenden steuerlich anders erfasst werden als Dividenden, die im Inland ausgeschüttet werden. Wer also entsprechende Aktien in seinem Depot besitzt, sollte sich über die steuerlichen Besonderheiten im Klaren sein. Darüber hinaus darf aber auch festgestellt werden, dass ausländische Dividenden ihre eigenen Chancen bieten.
Ausländische Dividenden erfordern bei der Steuererklärung das Ausfüllen der Anlage AUS, in die Werbungskosten und anzurechnende ausländische Steuern eingetragen werden. Im Rahmen des Doppelbesteuerungsabkommens, das Deutschland mit über 80 Drittstaaten eingegangen ist, ergeben sich dann steuerliche Erleichterungen, damit es nicht zu einer mehrfachen Besteuerung kommt. Für den Steuerpflichtigen hat es also seine Vorteile, die Dividenden aus dem Ausland anzugeben.
Der Steuerpflichtige sollte auch beachten, dass im Doppelbesteuerungsabkommen ebenfalls geregelt ist, welchen Steuerhöchstsatz ein ausländischer Staat als Quellensteuer auf die Dividende einbehalten darf. In Deutschland gibt es für die Anrechnung ausländischer Steuern nämlich ebenfalls einen Höchstsatz, d.h., dass in manchen Fällen nicht die gesamte ausländische Steuer angerechnet werden kann. Man sollte daher von einem Steuerberater überprüfen lassen, ob die ausländische Aktiengesellschaft einen Steuersatz berechnet hat, der laut dem jeweiligen Doppelbesteuerungsabkommen auch tatsächlich zulässig ist.
Chancen ergeben sich bei Dividenden ausländischer Unternehmen etwa dadurch, dass Dividendenzahlungen mehrmals im Jahr erfolgen und nicht nur einmal im Jahr. Auch können Dividenden aus dem Ausland für Währungsspekulationen genutzt werden, dieses ist aber natürlich nur außerhalb der Europäischen Union möglich, wenn man seinen Wohnsitz in der EU hat.
07. Juni