Wer in Deutschland Tiermedizin studieren will, braucht entweder Glück bei der Studienplatzvergabe per Los oder aber einen sehr guten Abiturdurchschnitt. Im eigentlichen Studium benötigt man Ausdauer und Wissbegier.
Es gibt einige Studiengänge wie Medizin, Tiermedizin, Zahnmedizin oder Psychologie, die so begehrt sind, dass sich jährlich viel mehr Studenten bewerben, als Studienplätze vorhanden sind. Deshalb werden diese Plätze von einer zentralen Vergabestelle vergeben. Wer also beispielsweise Tiermedizin studieren will, muss seine Bewerbung an die Vergabestelle richten und nicht direkt an die Wunschuniversität, wie es sonst üblich ist. Dort wird dann darüber entschieden, welche Studenten an welcher Universität angenommen werden. Im Vorfeld haben sie die Möglichkeit, mehrere Universitäten nach Prioritäten geordnet anzugeben und so die Chance auf einen Studienplatz zu erhöhen. Wer nur eine einzige Hochschule angibt, kann sich zwar sicher sein, dass er im Falle der Zusage dort studieren wird, verringert in der Regel jedoch gleichzeitig seine Chancen auf einen Studienplatz.
Wer keinen überdurchschnittlich guten Notendurchschnitt vorweisen kann, hat trotzdem die Chance, seinen Traum von einem Tiermedizinstudium zu verwirklichen. Einige Plätze werden von der Vergabestelle mithilfe eines Losverfahrens bestimmt und bei einem weiteren Teil der zu vergebenden Studienplätze kann man seinen Abiturdurchschnitt mit sogenannten Wartesemestern aufbessern. Darunter versteht man Semester, in denen der Bewerber nicht an einer Hochschule eingeschrieben war.
Man kann jedoch nur Tiermedizin studieren, wenn man Durchhaltevermögen und Fleiß mitbringt, da das Lernpensum – wie in der Humanmedizin auch – sehr groß ist und ohne die genannten Eigenschaften nur in seltenen Fällen zu bewältigen ist. Zusätzlich zu der Behandlung von Kleintieren wie Meerschweinchen, Katzen, Hunden oder Kaninchen muss sich ein Tierarzt auch um große Tiere wie Kühe oder Pferde kümmern. Neben der genauen Kenntnis der Anatomie ist es hier von Vorteil, wenn man körperlich in Form ist. Zimperlichkeit oder gar Angst vor bestimmten Tieren sind hier fehl am Platz. Zusätzlich zu den erwähnten Kenntnissen kommen noch zahlreiche weitere Dinge, die ein Tierarzt unbedingt wissen muss. Es ist zum Beispiel unabdingbar, dass er oder sie sich mit Giftpflanzen und Futtermitteln auskennt.
07. Juni